9 Personen des Vorstands der Kreisgruppe

Konferenz der Mitglieder 2019

Von Frauenberatung über Mehrgenerationenhaus bis zur Kinder- und Jugendarbeit Meschede

 

Die Vielfältigkeit des sozialen und gesellschaftlichen Engagements stellte die diesjährige Mitgliederkonferenz des Paritätischen einmal mehr unter Beweis. Der Vorsitzende der Kreisgruppe Soest-Hochsauerlandkreis, Karl Peter Brendel  (Marsberg) konnte in den Räumen des Deutschen Kinderschutzbundes in Meschede zahlreiche Vertreter der Mitgliedsorganisationen begrüßen.

 

Der Paritätische ist ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Der Kreisgruppe gehören 105 Mitgliedsorganisationen an. Im Hochsauerlandkreis beschäftigen die Mitgliedsorganisationen 1814 Mitarbeiter und setzen knapp 30 Millionen Euro um. Im Kreis Soest sind es 3105 Mitarbeiter mit einem Umsatz von knapp 44 Millionen Euro.

 

Zum Auftakt der Konferenz stellte die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Mechthild Thoridt (Meschede)  die Räumlichkeiten des Kinderhorts und der offenen Kinder- und Jugendarbeit vor. Hier werden Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren angeboten. „Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Hausaufgabenbetreuung, auf kreative Freizeitangebote, flexible Öffnungszeiten in den Ferien und eine gute Kooperation mit Eltern und Schulen“, umriss Mechthild Thoridt  die Aufgabenschwerpunkte. Im Hort werden aktuell 25 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren betreut. Zu den Schwerpunkten  der offenen Jugendarbeit gehöre die außerschulische Förderung.

 

Mit Förderprogramm der EU und dem Zuwendungsrecht des Landes Nordrhein-Westfalen befasste sich der Vortrag von Gerhard Vogt, Direktor des Landesrechnungshofes NRW a.D. Zu den ältesten der europäischen Struktur- und Investitionsfonds zähle der Sozialfonds. „Der Sozialfonds ist die tragende Säule der europäischen Beschäftigungsstrategie“, so Gerhard Vogt angesichts von 34 Prozent der Mittel des Europäischen Sozialfonds, die in den Bereich der Beschäftigung fließen. Seit 2014 konnte Nordrhein-Westfalen 627 Millionen Euro aus dem Sozialfonds erhalten und so die Bildungs- und Beschäftigungschancen verbessern. Über die geförderten Projekte entscheiden die jeweiligen Landesregierungen.

 

Die Mitgliederkonferenz nutzt Monika Nolte um das Mehrgenerationenhaus Buuck in Rüthen vorzustellen. Das Mehrgenerationenhaus trat 2018 der Paritätischen Kreisgruppe bei. Die Arbeit mit Familien und Senioren ist vor Ort gut vernetzt und in die Gemeinschaft gut eingebunden. Außerdem konnte die Geschäftsführerin des Paritätischen, Kerstin Weitemeier mit der Ini Stiftung und dem Rüthener Forum für Stadtentwicklung e.V. zwei weitere, neue Mitgliedsorganisationen begrüßen.

 

Ebenfalls auf reges Interesse stieß die Arbeit der Frauenberatung Meschede, die Gabriele Kersting und Jana Schlömer vorstellten. Die Frauenberatung arbeitet seit 1998 als allgemeine Frauenberatungsstelle und als Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt. „Wir sind ein Schutzraum für Frauen und fördern den verbesserten Zugang zu Hilfssystemen“, so die beiden Fachfrauen. Unbürokratische, flexible, kostenlose und schnellstmögliche Hilfe stehen bei der Arbeit im Vordergrund.

 

Zum Abschluss stellten Bernd Tiedemann und Bernhard Fladung die Jugendhilfe „Let´s go“ (Brilon) vor. An 34 Standorten wird etwa 170 Jugendlichen in Intensiv-, Regelgruppen, sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften und sogar an ausländischen Standorten ein Zuhause geboten.